Der Krefelder Investor Marc Förste will sein Projekt auf dem Müggelturm-Grundstück weiter vorantreiben. „Ich stehe zu dem Vorhaben“, sagte er auf Nachfrage von Morgenpost Online. Der Berliner Liegenschaftsfonds will den Verkauf der Immobilie an Förste rückgängig machen und sie an den Köpenicker Unternehmer Matthias Große veräußern. Der Vertrag mit Marc Förste wurde Ende 2007 unterzeichnet. Für die Rückabwicklung hat der Fonds nach Auskunft von Sprecherin Irina Dähne den Rechtsweg beschritten. Doch Förste sagte am Freitag, er habe noch keine Klage erhalten.

Der Fonds wirft dem Krefelder vor, er habe mehrfach die vereinbarten Fristen zur Stellung eines vollständigen Bauantrages beim Bezirksamt Treptow-Köpenick verstreichen lassen. Doch Marc Förste sagt, er habe den Antrag fristgemäß Ende 2010 eingereicht. Nachforderungen des Bezirksamtes seien laut Kaufvertrag kein Indiz dafür, dass der Bauantrag unvollständig sei. Er habe, sagte Förste, im Sommer 2011 erneut einen Bauantrag eingereicht und alle gewünschten Unterlagen beigefügt.

Der Krefelder will die alten Restaurants auf dem Grundstück wieder aufbauen und neue Eventflächen schaffen. Er sei jetzt dabei, ein Gutachten zu den Eingriffen in Natur und Landschaft zu beauftragen, das das Bezirksamt gefordert habe, sagt er. Die Studie müsse mehrere Vegetationsperioden erfassen und werde voraussichtlich im Sommer vorliegen, sagte der Unternehmer. Außerdem wolle er ein Belüftungskonzept für den Müggelturm entwickeln, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Diese Arbeiten sollen im Frühjahr oder Sommer 2012 beginnen. Um das Gelände vor Vandalismus zu schützen, will Förste einen Zaun ziehen lassen. „Dazu will ich mich um eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde bemühen“, sagte er.

Dass der Liegenschaftsfonds einen weiteren Kaufvertrag zum Müggelturm-Grundstück abgeschlossen habe, „schadet meiner Reputation“, sagte Förste. Er habe in den vergangenen Jahren 20 Container Schutt vom Gelände abtransportieren und die alten Gebäude entkernen lassen.