Köpenick

Berliner Ingenieure bauen Strandbad Müggelsee um

Startschuss für den Umbau des Strandbades Müggelsee: Nun steht fest, dass ein Berliner Ingenieursteam alle Gebäude auf dem Gelände sanieren und zusätzliche Einrichtungen bauen wird - darunter ein Sportzentrum und einen Kindergarten.

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Die Entscheidung über die Zukunft des Strandbades ist Müggelsee gefallen. Das Bezirksamt hat unter drei Bewerbungen die der Ingenieurgruppe Wolff&Meibert aus Köpenick ausgewählt. Investor ist die Kühne Pool & Wellness Technik GmbH aus Schöneiche. Immobilienstadtrat Michael Schneider (Linke) ist jetzt vom Bezirksamt Treptow-Köpenick beauftragt worden, Verhandlungen aufzunehmen. Ein Erbbaupachtvertrag soll abgeschlossen werden.

Die Ingenieure wollen alle Gebäude auf dem Gelände des Strandbads am Fürstenwalder Damm erhalten und nutzen – auch den sogenannten Würfel aus der DDR-Zeit. Geplant sind Restaurant, Biergarten, Sauna und Bäderlandschaft, ein Sportzentrum mit Fitnessräumen, eine Physiotherapie und ein Kindergarten. Mit diesen Angeboten soll gewährleistet werden, dass das gesamte Jahr über Besucher ins Strandbad kommen. Der Eintritt zu den Freiflächen im Strandbad bleibt dem Konzept zufolge kostenlos. Die Bauten aus den 20er-Jahren, die der Architekt Martin Wagner entwarf, sollen denkmalgerecht saniert und umgebaut werden. Kosten von sieben bis acht Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Die Gebäude werden durch einen unterirdischen Gang verbunden. Fördermittel des Landes sollen in Anspruch genommen werden. Vom Bezirk wird keine finanzielle Beteiligung erwartet.

Landeskonservator Jörg Haspel hatte unter den drei Bewerbern um das Strandbad das Büro Wilk&Salinas favorisiert, weil dessen Konzept „die einzigartige Einbettung in den Naturraum“ wiederherstelle. Das Büro plant den Abriss des Betonwürfels, Besucher des Strandbads sollen wieder Eintritt zahlen. Gil Wilk ist Architekt des Treptower Badeschiffs.

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