Das zweijährige Mädchen aus Berlin-Weißensee ist nach einem Darmriss an einer Bauchfellentzündung gestorben. Das gab die Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft, Simone Herbeth, am Donnerstag offiziell als Todesursache bekannt. Das Ergebnis der Obduktion war nicht sofort veröffentlicht worden, weil erst noch Vernehmungen abgeschlossen werden sollten, sagte Herbeth.
Inzwischen gilt auch der 24 Jahre alte Lebensgefährte Matthieu K. der Mutter als Beschuldigter. Auch gegen ihn werde wie gegen Melanie S. wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, sagte die Staatsanwältin.
Es gibt nach den Worten Herbeths Anzeichen für äußere Gewalt im Bauchbereich von Zoe. Welcher Art die seien, wollte die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Wie es zu diesen Verletzungen gekommen sei, sei jedoch noch unklar. Nach Medienberichten soll es sich um frische Blutergüsse handeln. Ein Unfall sei aber nach wie vor noch nicht ausgeschlossen, hieß es. Unzutreffend seien Berichte, das kleine Mädchen sei an eigenem Erbrochenen erstickt.
Die Mutter und ihr Lebensgefährte befanden sich am Mittwoch noch auf freiem Fuß, da der Stand der Ermittlungen einen Haftbefehl derzeit nicht rechtfertige, wie es hieß.
Der Tod der Zweijährigen war am frühen Dienstagmorgen von einem von der Mutter herbeigerufenen Notarzt festgestellt worden.
dpa/sei



