Fall Mario Guhl

Mutmaßlicher Mörder eines Berliners gefasst

Ende September 2011 hatte man den allein lebenden, 42 Jahre alten Berliner Mario Guhl erstochen in seiner Pankower Wohnung gefunden. Jetzt wurde ein Tatverdächtiger gefasst.

Vier Monate nach dem Mord an dem 42-jährigen Mario Guhl aus Prenzlauer Berg ist der mutmaßliche Täter in Bukarest festgenommen worden. Nach intensiven Ermittlungen gelangte die zuständige Berliner Mordkommission auf die Spur eines Rumänen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde der Mann nach einem Rechtshilfeersuchen der Mordkommission an die rumänische Polizei bereits am Donnerstag vergangener Woche in der Hauptstadt gefasst. Am Freitag wurde der 27-Jährige nach Berlin gebracht und nach Verkündung des Haftbefehls in die JVA Moabit eingeliefert.

Mario Guhl war am 27. September 2011 mit zahllosen Stichwunden in Hals und Oberkörper in der Badewanne seiner Wohnung an der Stahlheimer Straße entdeckt worden. Trotz aller Bemühungen der Ärzte starb er nur wenige Stunden später in einem Krankenhaus.

In der Wohnung fand sich als zunächst einziger Hinweis das Foto eines Mannes, der offenbar nicht zum engeren Bekanntenkreis des Opfers gehörte. Bei ihren Ermittlungen stellte die Mordkommission fest, dass es in den Monaten vor der Tat einen regen E-Mail-Kontakt zwischen Guhl und seinem mutmaßlichen Mörder gab. In Zusammenarbeit mit Interpol konnte der Unbekannte als der 27-jährige Rumäne identifiziert werden. Der Verdächtige war im September nach Berlin gekommen und hatte offenbar in der Wohnung des Opfers gelebt. Unmittelbar nach der Tat soll er nach Rumänien zurückgekehrt sein.

Wie es zu den tödlichen Messerstichen kam, ist noch unklar. Nach Angaben eines Polizeisprechers schweigt der Verdächtige bislang zu den Vorwürfen. Das Opfer lebte allein, arbeitete als Buchhalter und war in seiner Freizeit als Trainer einer Basketballmannschaft aktiv.