Ermordet und zerstückelt – ein seit Neujahr vermisster Berliner Bankangestellter ist tot. Die Polizei entdeckte die Leiche des 37-Jährigen am Montagnachmittag in der Wohnung seines mutmaßlichen Mörders in Berlin-Mariendorf, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll der Körper des 37-Jährigen in mehrere Teile zerhackt worden sein. Eine Polizeisprecherin wollte dies zunächst nicht bestätigen.
Ebenfalls in der Wohnung an der Markgrafenstraße fanden die Polizisten den mutmaßlichen Täter: Der 43-Jährige hatte sich schwere Schnittverletzungen zugefügt – offenbar, um sich selbst zu töten. Er kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Ein Richter wollte noch am Dienstag über den Erlass eines Haftbefehls entscheiden.
Der Bankmitarbeiter aus Kreuzberg war am Abend des 1. Januar 2012 verschwunden. Zuvor hatte er seinem Lebensgefährten gesagt, noch verabredet zu sein. Ermittlungen zufolge hob er gegen 23.30 Uhr einen höheren Geldbetrag von einem Bankautomaten am Mehringdamm ab. Seitdem fehlte jedes Lebenszeichen von ihm, sein Handy war am nächsten Tag ausgeschaltet. Die Polizei suchte mit einem Foto nach dem Vermissten.
Weil sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes verdichtete, übernahm die 5. Mordkommission in der vergangenen Woche die Ermittlungen. Bald schon hatten die Fahnder den 43-Jährigen im Focus, sagte eine Polizeisprecherin. Wie die Polizei auf den Mann kam, wollte sie nicht sagen.
Eine erste Obduktion bestätigte den Tötungsverdacht. Die genauen Umstände, zu denen auch der Todeszeitpunkt gehört, sind nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Ein Richter sollte noch am Dienstag darüber befinden, ob Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen wird. Zu Motiv und Todesumständen machte die Polizei zunächst keine Angaben.
dpa/dapd/nbo



