Im Prozess gegen vier mutmaßliche Schläger vom U-Bahnhof Lichtenberg hat der Ankläger Strafen von fünf Jahren bis zu sieben Jahren und neun Monaten Jugendstrafe gefordert. Der Staatsanwalt plädierte auf versuchten Mord aus Hass auf Deutsche und der grundlosen Misshandlung Schwächerer. Der Prozess vor dem Berliner Landgericht ist nicht öffentlich. Vier Jugendliche hatten im Februar einen 30-Jährigen bei einem Raubüberfall im Berliner U-Bahnhof Lichtenberg lebensgefährlich verletzt. Das Opfer wurde so schwer zusammengeschlagen, dass der Mann im Koma lag.

Der 30 Jahre alte Maler und ein gleichaltriger Kollege waren nach einem Lokalbesuch gegen 23.50 Uhr auf dem Heimweg, als sie auf dem Bahnsteig von den vier Jugendlichen angegriffen wurden. Während der Kollege leicht verletzt flüchten konnte, wurde der 30-Jährige mit „äußerster Brutalität zusammengeschlagen und -getreten“, teilte die Polizei mit. Die Täter raubten danach persönliche Gegenstände des Opfers und flüchteten.

Passanten entdeckten wenig später den Mann, der bewusstlos auf dem Bahnsteig lag, und riefen Polizei und Feuerwehr. Ein Rettungswagen brachte das Opfer in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Der 30-Jährige lag vier Wochen im Koma. Sein Kollege erlitt Prellungen.

Nach Angaben von Verteidiger Dirk Lammer haben die Schüler mit Migrationshintergrund einen Tötungsvorsatz und Deutschenfeindlichkeit bestritten. Die Opferanwälte stellten keinen konkreten Strafantrag. An diesem Montag wurden auch noch die Plädoyers der Verteidigung erwartet.

Das Urteil ist nach bisheriger Planung für kommenden Mittwoch angekündigt.

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BMO