Nach den Gift-Attacken auf mehreren Berliner Weihnachtsmärkten sucht die Polizei weiterhin nach dem unbekannten Mann, der mit K.-o.-Tropfen vergifteten Schnaps verteilt. Nach Auskunft einer Polizeisprecherin seien bislang zehn Hinweise auf den Täter eingegangen. Eine heiße Spur sei jedoch noch nicht darunter. Mit der Veröffentlichung eines Phantombildes hofft die Polizei nun, konkrete Hinweise zu erhalten.
Bisher wurden bei der Polizei sieben Fälle angezeigt: Der Unbekannte sprach die Besucher auf Weihnachtsmärkten in Mitte und Charlottenburg an. Dabei erzählte er, vor kurzem Vater geworden zu sein und seine Freude mit anderen teilen zu wollen.
Dabei bot er seinen Opfern - offensichtlich mit so genannten „K.o.-Tropfen“ versetzte - Schnapsfläschchen an, um mit ihnen gemeinsam auf das freudige Ereignis zu trinken. Danach verschwand der Unbekannte.
Bei den Weihnachtsmarktbesuchern stellten wenig später Krampfanfälle, Schwindel und Erbrechen ein. Einige von den insgesamt 13 Giftopfern mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Ob es sich bei dem Mann, der laut Zeugenaussagen in einem Weihnachtsmannkostüm Schnaps verteilte, immer um den selben Täter mit präparierten Flaschen handelt, wird noch ermittelt.
Der Unbekannte ist vermutlich Deutscher, etwa 40 bis 45 Jahre alt und 1 Meter 80 groß. Er ist schlank, hatte sehr kurze, dunkelblonde Haare und trug zur Tatzeit eine dunkle Jacke und eine dunkle Hose. Er hatte immer einen Rucksack dabei, in dem er die präparierten Flaschen transportierte.
Die Polizei fragt: Wer kennt die abgebildete Person?
Wer kann Angaben zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort machen?
Gibt es weitere Menschen, die mutmaßlich Opfer des Mannes wurden?
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 2 in der Charlottenburger Chaussee 67 in Spandau unter der Telefonnummer (030) 4664- 272 512 und außerhalb der Bürodienstzeiten unter der (030) 4664- 271 010 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Auch die Aussagen von Besuchern der Weihnachtsmärkte, die Zeugen solcher Vorfälle wurden, sind für die Ermittler unter Umständen von besonderer Bedeutung.
Derweil hat der Betreiber des Weihnachtsmarktes am Alexa in Mitte, Charles Blume, eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgelobt. Diese Summe soll derjenige bekommen, der den Giftmischer ausfindig macht. Außerdem sollen Lockvögel den Gesuchten auf frischer Tat ertappen.
BMO

![CHN, 2003: Lebende Hauskatzen (Felis silvestris) werden auf einem dem Markt zum Verzehr angeboten. [en] Living Domestic Cats (Felis silvestris) for sale at a food market. | CHN, 2003: Living Domestic Cats (Felis silvestris) for sale at a food market. CHN, 2003: Lebende Hauskatzen (Felis silvestris) werden auf einem dem Markt zum Verzehr angeboten. [en] Living Domestic Cats (Felis silvestris) for sale at a food market. | CHN, 2003: Living Domestic Cats (Felis silvestris) for sale at a food market.](https://img.sparknews.funkemedien.de/105857123/105857123_1423546124_v16_9_1200.jpeg)

