Mutter in Buch festgenommen

Polizei findet toten Säugling in Mülltonne

Beamte der Berliner Polizei haben in Buch einen toten Säugling in eine Plastiktüte gewickelt in einer Mülltonne gefunden. Die 24-jährige Mutter, die zwei weitere Kinder hat, wurde festgenommen.

In Berlin ist erneut ein totes Baby gefunden worden. Wegen des Verdachts auf Kindstötung hat die Polizei eine Frau in Berlin-Buch festgenommen. Das tote Baby wurde am Mittwochmittag in eine Plastiktüte gewickelt in einer Mülltonne nahe der Wohnung der 24-jährigen Frau in einem Hochhaus in der Walter-Friedrich-Straße gefunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Mit einer sofort angeordneten Obduktion sollte noch am Abend geklärt werden, ob das Baby lebend geboren wurde und wie es ums Leben kam.

Die Frau war dem Polizeisprecher zufolge am Vormittag in ihrer Wohnung von einer sie betreuenden Mitarbeiterin aus dem Gesundheitswesen besucht worden. Dieser sei aufgefallen, dass die Frau, die ein Kind erwartet hatte, nicht mehr schwanger war. Auf Fragen, wo das Baby sei, antwortete sie ausweichend. Daraufhin habe die Betreuerin die Polizei alarmiert. Bei der Befragung durch Beamte habe sich die 24-Jährige dann immer mehr in Widersprüche verstrickt, sodass begonnen wurde, nach dem Kind zu suchen.

Lebensgefährte wird als Zeuge vernommen

Bei der Suchaktion entdeckten Beamte den toten Säugling in der Mülltonne. Welches Geschlecht das Kind hatte, war der Polizei zunächst nicht bekannt. Nach Informationen von Morgenpost Online hat die Frau bereits ein einjähriges und ein dreijähriges Kind. Dem Polizeisprecher zufolge sollte der Lebensgefährte der Frau als Zeuge befragt werden. Er stünde nicht unter Verdacht, fügte der Sprecher hinzu.

Erst vor zehn Tagen war es in Charlottenburg zu einer Kindstötung gekommen. Eine 40-Jährige hatte einen Jungen in ihrer Wohnung zur Welt gebracht und den Säugling wenige Stunden nach der Entbindung aus dem fünften Stock auf den Innenhof des Hauses geworfen. Das Baby starb an den Folgen des Sturzes. Ein Nachbar hatte die Leiche, die in eine Plastiktüte gewickelt war, am Morgen gefunden. Die Frau, die mit ihrem vorbestraften Lebensgefährten und ihrer 15-jährigen Tochter zusammen in der Wohnung lebte, gestand die Tat.

In der vergangenen Woche wurde gegen eine 25-Jährige Haftbefehl erlassen, weil sie ihren drei Monate alten Sohn fast hatte verhungern lassen. Der schlechte Zustand des Kindes war zuvor bei einem Arztbesuch aufgefallen.