Koalitionsverhandlungen

Buschkowsky begrüßt Rot-Schwarz in Berlin

Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky zeigt sich nicht sonderlich enttäuscht über das Scheitern von Rot-Grün in Berlin, sondern freut sich ganz im Gegenteil über die geplanten Koalitionsverhandlungen seiner Partei mit der CDU.

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Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), hat die geplanten Koalitionsverhandlungen seiner Partei mit der CDU begrüßt. „Ich mache da keinen Hehl daraus, dass ich die Entwicklung jetzt für komfortabler halte, vor allem über den Bestand einer politischen Mehrheit über fünf Jahre“, sagte Buschkowsky am Freitag dem RBB-Sender Radio Eins. „Ich sehe auf beiden Seiten nicht eine einzige Position, wo gedroht wird, wenn hier der andere nicht einknickt, dann geht es nicht. Außerdem ist die Position der CDU sehr viel komfortabler als noch vor einer Woche.“

Den gescheiterten Gesprächen mit den Grünen trauere er nicht nach, betonte Buschkowsky. „Wer drei Kilometer Schnellstraße mit der Verantwortung aufwiegt, die deutsche Hauptstadt fünf Jahre zu gestalten, der gehört zu recht auf die Oppositionsbänke.“

Buschkowsky will auch in einem rot-schwarzen Senat keinen Senatorenposten übernehmen, sondern Bürgermeister in Neukölln bleiben. „Ich will keinen Sprengstoff in die neue Koalition bringen. Dann lassen wir Buschkowsky mal in Neukölln, da wollen die Leute ihn auch haben augenscheinlich nach dem Wahlergebnis, und lassen die anderen regieren.“