Kein Kindergeld

Buschkowsky hält an Sanktionen für Schwänzer fest

Foto: Christian Hahn

Neuköllns Bürgermeister bleibt dabei: Eltern von Schulschwänzern soll das Kindergeld gekürzt werden. Sie müssten "ihre Kinder in den Werten der Gesellschaft" und "zu guten Staatsbürgern" erziehen, betonte er jetzt erneut.

Der Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), bleibt bei seiner Forderung nach Sanktionen beim Kindergeld für Schulschwänzer. „Das Kindergeld ist Teil eines Vertrags: Die Gesellschaft zahlt Eltern Geld als Ausgleich für die Aufwendungen aus der Kindererziehung“, sagte Buschkowsky in einem Interview mit der Sat.1-Sendung „Eins gegen Eins“ (Ausstrahlung am Montag um 23.30 Uhr). Wenn dieser Vertrag gebrochen werde, sollten Sanktionen verhängt werden. Eltern müssten „ihre Kinder in den Werten der Gesellschaft“ und „zu guten Staatsbürgern“ erziehen, betonte er.

Fast jeder Intensivtäter habe als Schulschwänzer angefangen. Schule schwänzen sei ein Regelbruch, der Konsequenzen habe müsse, forderte Buschkowsky. So würden über 40 Prozent der 18 bis 25-Jährigen in Neukölln Hartz IV-Leistungen empfangen. Von ihnen seien 95 Prozent „objektiv nicht in den Arbeitsmarkt“ integrierbar. Buschkowsky bezeichnete dies als Folge von „Laissez-faire“ und einer gesellschaftlichen Einstellung, dieses Problem weitgehend zu ignorieren.

( dpa/nbo )