Ein Berliner Vater muss wegen sexuellen Missbrauchs seines Sohnes vier Jahre und neun Monaten in Haft. Zwei Bekannte des Mannes, die sich ebenfalls an dem anfangs Elfjährigen vergingen, erhielten Freiheitsstrafen von zwei Jahren und acht Monaten sowie drei Jahren und zehn Monaten, teilte Gerichtssprecher Tobias Kaehne am Donnerstag mit. Die Männer hatten ihr Opfer in wechselnder Beteiligung sexuell berührt. Der Junge wurde in aufreizenden Posen fotografiert. Die Täter tauschten die Fotos.

Die mehr als 20 Übergriffe begannen nach dem Tod der Mutter des Jungen in der Wohnung des Vaters. Laut Urteil vom Mittwochabend wurde der Junge vom Jahr 2010 bis zum Februar dieses Jahres missbraucht. Bei dem Service-Mitarbeiter der Bahn sowie einem Kollegen und einem weiteren Bekannten waren auch kinderpornografische CDs beschlagnahmt worden. Das Kind lebt jetzt bei der Familie seiner verstorbenen Mutter.

dpa/ap