Angezündete Autos

Mutmaßliche Brandstifter kommen vor Haftrichter

Foto: Steffen Pletl

In der Nacht zum Freitag sind in Lichtenberg mehrere Autos in Flammen aufgegangen. Diesmal gelang der Polizei die Festnahme von zwei Verdächtigen. Möglicherweise bleiben sie auch in Haft.

Zwei in Berlin festgenommene mutmaßliche Brandstifter sollen noch an diesem Sonnabend vor den Haftrichter kommen. Das teilte die Polizei auf Anfrage mit. Der Richter entscheidet dann, ob die beiden 22 und 23 Jahre alten Männer in Untersuchungshaft müssen oder frei kommen.

Die Tatverdächtigen sollen in der Nacht zum Freitag mindestens zwei Transporter in Lichtenberg angezündet haben. Bei den Bränden explodierten auch Gasflaschen. Durch die Detonation wurden sechs weitere Autos beschädigt.

In Berlin gehen fast jede Nacht Autos in Flammen auf. Festnahmen gelingen der Polizei nur selten, weil die Täter auf frischer Tat ertappt werden müssen, um sie schließlich vor Gericht stellen zu können. Die Berliner Polizei wird daher seit rund zwei Monaten von Beamten der Bundespolizei unterstützt.

In diesem Jahr wurden bereits 689 Fahrzeuge durch Brandstiftung zerstört oder beschädigt. Es wird vermutet, dass knapp ein Drittel der Anschläge der linksextremistischen Szene zuzuordnen sind. Für den Großteil der Brände sollen Nachahmungstäter verantwortlich sein oder Personen, die aus persönlichen Motiven wie Rache oder Versicherungsbetrug handeln.

( dpa/ap )