Der neun Jahre alte Junge, der am vergangenen Sonntag mit lebensgefährlichen Würge-Verletzungen in Berlin-Plänterwald gefunden wurde, ist tot. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, starb das Kind am Mittwochabend in einem Krankenhaus.
Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlung zur Todesursache übernommen. Das sei üblich, wenn die Todesursache nicht eindeutig sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Es werde am Freitag eine Obduktion des Jungen beantragt, um die Todesumstände klären zu können.
Der Junge war am Sonntagabend leblos in der Wohnung seiner Mutter entdeckt worden, konnte aber zunächst wiederbelebt und ins Krankenhaus gebracht werden.
Unklar ist weiterhin, woher die Verletzungen des Neunjährigen stammen. Die Polizei machte hierzu weiterhin keine Angaben und verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Einem Bericht der „BZ“ zufolge sagte die Mutter, sie haben ihren Sohn im Faschingskostüm mit einem Gürtel stranguliert am Hochbett hängend gefunden und abgeschnitten. Der Stiefvater steht dem Bericht zufolge im Fokus der Ermittlungen. Er habe bereits im Gefängnis gesessen, weil er den Jungen schwer misshandelt hatte.
Der Neunjährige besuchte eine Sonderschule in Karlshorst und wird als besonders liebenswert und freundlich beschrieben. Nachbarn berichten, dass er gerade zu alten Menschen sehr hilfsbereit gewesen sei und stets die Türen aufgehalten habe. Einen Selbstmordversuch halten Bekannte für unwahrscheinlich.
dpa/sei



