Die Berliner Polizei ermittelt gegen weitere mutmaßliche Auto-Brandstifter. Wie konkret die Verdachtsmomente sind und um wie viele Verdächtige es sich handelt, wollte ein Sprecher der Polizei am Dienstag unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Geprüft werde aber auch, ob es zwischen ihnen und dem mutmaßlichen 27 Jahre alten Serientäter André H., der in Untersuchungshaft sitzt, Verbindungen gebe.

In den Nächten gibt es in der Hauptstadt nach wie vor eine erhöhte Polizeipräsenz. Auch die Bundespolizei ist weiter im Einsatz. Die Ermittlungen gegen den geständigen Brandstifter werden laut Staatsanwaltschaft möglicherweise bis zum Jahresende dauern.

André H. war am Freitag festgenommen worden. Er gab zu, zwischen Juni und August dieses Jahres 67 Autos der Marken Audi, BMW und Mercedes gezielt angezündet zu haben. 35 weitere Autos wurden durch die Flammen oder die Hitze beschädigt. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen.

Der gelernte Maler und Lackierer, der bei seiner Mutter wohnte, gab laut Polizei persönlichen Frust, soziale Unzufriedenheit und Geldnöte wegen seiner Arbeitslosigkeit als Motiv an. Verbindungen zur linksextremistischen Szene soll der Einzeltäter nicht haben.

In diesem Jahr wurden in Berlin nach Angaben der Polizei mehr als 470 Fahrzeuge direkt angegriffen sowie weitere 183 Wagen durch Feuer mitbeschädigt. Dabei werden von den direkten Angriffen 171 als politisch motivierte Taten eingeschätzt. Die Täter werden im linksextremistischen Spektrum vermutet.

dpa/mim