Kunstruine

Wieder kommt der Gerichtsvollzieher zum Tacheles

Im April hat ein Großteil der Tacheles-Nutzer die Kunstruine verlassen - gegen Zahlung von einer Million Euro. Andere Künstler wollen unbedingt bleiben. Nun hat ein Gerichtsvollzieher die Freifläche am Tacheles räumen lassen.

Foto: Massimo Rodari

Am Künstlerhaus Tacheles an der Oranienburger Straße in Mitte haben am Montagmorgen Gerichtsvollzieher und Ordnungskräfte die Außenfläche geräumt. Das berichtet der „Tagesspiegel“ . Bei der Aktion handele es sich um den nächsten Schritt, das Areal für die Zwangsversteigerung vorzubereiten. Die geräumte Fläche wurde dann laut dem Medienbericht mit einem Zaun abgesperrt, damit sie nicht wieder besetzt werden kann.

Nachdem bereits das Café leer steht und einige der Künstler ein Angebot zum Verlassen des Künstlerhauses akzeptiert haben, arbeiten dort nur noch zehn Künstler in Werkstätten, stellen unter anderem Metallskulpturen und Schmuck her.

Dem Bericht zufolge hat das Amtsgericht Mitte zudem einen erneuten Termin für die Zwangsversteigerung für den 31. Januar nächsten Jahres anberaumt. Das Kunsthaus ist bereits seit 1990 besetzt. Seit 2007 steht es unter der Zwangsverwaltung der HSH-Nordbank.