Schwerverletzt

Hertha kritisiert Übergriff auf Schiedsrichter

Nachdem in der Berliner Senioren-Landesliga ein Schiedsrichter schwer verletzt wurde, reagierte jetzt auch dessen Verein Hertha BSC. Der Bundesligist verurteilt den Vorfall und fordert vom Berliner Fußball-Verband die nötigen Schritte.

Nach dem gewalttätigen Übergriff auf einen Schiedsrichter in der Senioren-Landesliga meldete sich nun auch dessen Verein Hertha BSC zu Wort: Der Bundesligist „verurteilt diesen Vorfall auf das Schärfste und ist sicher, dass der Berliner Fußball-Verband die nötigen Schritte unternimmt“, teilte Vereinssprecher Peter Bohmbach am Dienstag mit.

Der Täter muss sich nach Angaben des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) am 7. Oktober vor dem Sportgericht verantworten. Bis dahin greife eine „Schutzsperre“, die sein Verein auch unterstütze, teilte BFV-Pressesprecher Kevin Langner mit. Weder Verein noch Spieler seien vor der Tat auffällig geworden.

Am vergangenen Freitag musste Schiedsrichter Gerald Bothe in das Klinikum Friedrichshain eingeliefert werden, nachdem er bei der Partie zwischen Medizin Friedrichshain und dem TSV Helgoland schwer verletzt worden war. Der TSV-Spieler Hakan Güngör hatte auf einen Platzverweis mit einem heftigen Faustschlag gegen den Unparteiischen reagiert, der daraufhin bewusstlos zu Boden sank und seine Zunge verschluckte. Am nächsten Tag diagnostizierten die Ärzte außerdem ein Blutgerinnsel im Kopf.

Laut Vereinsangaben befindet sich der 51 Jahre alte Bothe inzwischen auf dem Weg der Besserung uns soll am heutigen Dienstag das Krankenhaus wieder verlassen dürfen. Auf Übeltäter Güngör, dessen Entschuldigung Bothe ablehnte, wartet dagegen ein strafrechtliches Verfahren. „Ich zeige ihn an“, äußerte sich Bothe entschlossen in der "Bild“-Zeitung.