Auf der Flucht aus einem U-Bahnhof vor Angreifern ist ein 23-Jähriger am Sonnabendmorgen in Berlin-Westend in ein Auto gelaufen und getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, waren der Mann und sein Begleiter gegen 4.50 Uhr im U-Bahnhof Kaiserdamm von drei Unbekannten attackiert worden, woraufhin beide davon rannten. Während dem Begleiter die Flucht gelang, lief der 23-Jährige auf den Kaiserdamm und wurde dort von einem Auto erfasst. Die drei Angreifer flüchteten in unbekannte Richtung.
Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte. Rettungskräfte versuchten vergeblich, den Verletzten wiederzubeleben. Der Mann starb noch am Unfallort. Der Kaiserdamm war in Richtung Theodor-Heuss-Platz für rund drei Stunden gesperrt. Die 6. Mordkommission des Landeskriminalamtes übernahm mittlerweile die Ermittlungen zu den Todesumständen.
In den vergangenen Monaten ist es in Berlin immer wieder zu brutalen Angriffen auf Passanten in den U-Bahnhöfen gekommen. So verletzte ein 18-Jähriger zu Ostern am U-Bahnhof Friedrichstraße einen 29-jährigen Berliner schwer. In dem Prozess soll am Montag das Urteil gesprochen werden.
dpa/tj


