SEK-Einsatz in Neukölln

Mutmaßlicher Doppelmörder von Wedding gefasst

Der mutmaßliche Doppelmörder Mehmet Y. konnte kurz vor Mitternacht am U-Bahnhof Grenzallee im Berliner Bezirk Neukölln festgenommen werden. Er soll die Mutter seiner Ex-Frau und ihre Schwester auf offener Straße erschossen haben. Am Vormittag wird er erstmals vernommen.

Foto: Steffen Pletl

Widerstandlos hat sich der mutmaßliche Todesschütze Mehmet Y. aus Berlin-Wedding festnehmen lassen. Er war in der Nacht zu Montag gerade dabei, die U-Bahn-Station Grenzallee im Bezirk Neukölln zu betreten, als er gefasst wurde, wie Polizei in Berlin sagte. Nach der Festnahme sind die Polizisten mit dem mutmaßlichen Doppelmörder zum Tatort zur Wiesen-/Ecke Kolberger Straße gefahren. Wie Morgenpost Online aus Ermittlerkreisen erfuhr, soll dort die Tatwaffe sichergestellt worden sein und jetzt untersucht werden.

Gesucht hatten die Ermittler den 25-Jährigen nicht nur in ganz Deutschland - er war im gesamten Schengen-Raum zur Fahndung ausgeschrieben. Gefasst wurde er am Sonntag gegen 23.45 Uhr in Berlin. Ihm wird zur Last gelegt, die Mutter seiner Ex-Frau und ihre Schwester in einem Auto erschossen zu haben. Ein Mann wurde dabei schwer verletzt. Zu den Vorwürfen werde der 25 Jahre alte Mann aber erst am Montagmorgen vernommen.

Erst am Wochenende hatte die Polizei ihre Suche mit aktuellen Bildern des 25-Jährigen verstärkt. Der 25-Jährige war nach der Tat am Donnerstag untergetaucht. Er soll mehrere Kugeln aus einer Handfeuerwaffe auf ein voll besetztes Auto abgegeben haben. Die 45-jährige Mutter und die 22-jährige Schwester seiner Ex-Frau starben, ein 27-jähriger Mann wurde schwer verletzt. Die 24-jährige Ex-Frau des mutmaßlichen Täters, der die Schüsse nach vorläufigen Erkenntnissen galten, sowie ein gleichaltriger Mann kamen unverletzt davon.

Der Todesschütze war nach dem Anschlag am Donnerstag zu Fuß geflüchtet. Bis Sonntagmittag waren aus der Bevölkerung rund 40 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Die Polizei machte zunächst keine Angaben, wie die Beamten auf die Spur des 25-Jährigen kamen. Die Kriminalpolizei geht von einer Beziehungstat innerhalb einer Familie aus.