Zauberflöte

Berliner Wannsee-Oper wird jetzt am Ufer gespielt

Nicht auf dem Wasser, sondern am Wasser - das ist die Lösung für die Aufführung der "Zauberflöte" in Berlin-Wannsee. Veranstalter Peter Schwenkow hatte Schwierigkeiten mit der Genehmigung für seine geplante Seebühne und musste umdisponieren.

Foto: DEAG Deutsche Entertainment AG

Aus der Seebühne wird eine Uferbühne: Mit der Verlegung der Bühne vom Wasser ans Ufer des Berliner Wannsees wollen die Veranstalter der Openair-„Zauberflöte“ die nötigen Genehmigungen für das Musikspektakel bekommen. Anstelle der ursprünglich geplanten, rund 20 Meter vom Ufer entfernten Seebühne werde die 20 Tonnen schwere und 18 Meter hohe Pyramide für die Mozart-Inszenierung von Katharina Thalbach von diesem Donnerstag an im Strandbad Wannsee aufgebaut, teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. Eine offizielle Genehmigung für das Projekt gibt es aber noch nicht. Die Unterlagen würden vom Bezirk geprüft sobald sie vollständig vorlägen, teilte die Senatsumweltverwaltung mit. Die Organisatoren um Peter Schwenkow und seiner Deutschen Entertainment AG (Deag) teilten am Mittwoch mit, die Verwaltung habe die Genehmigung „telefonisch in Aussicht gestellt“. „Mit dem jetzt gefundenen Standort können die ursprünglich geplanten 2000 Tribünenplätze und eine leicht ansteigende Parkettbestuhlung sichergestellt werden“, sagte Schwenkow.

Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) hatte dem ursprünglichen Projekt einen Ablehnungsbescheid erteilt, weil die Genehmigungen für das Großereignis in einem Wasserschutzgebiet nicht vorlagen. Nach Eingang der nachgereichten Papiere sollte neu entschieden werden. Thalbachs „Zauberflöte“ soll am 11. August Premiere haben. Für die Vorstellungen bis zum 28. August sind bereits rund 30.000 Karten verkauft.

Ursprünglich waren die Seefestspiele in Potsdam geplant. Weil es dort aber nach Protesten von Naturschützern ebenfalls Schwierigkeiten mit der Genehmigung gab, hatte sich der Veranstalter nach langen Querelen im März für den Wechsel nach Berlin entschieden.