Der schwer erkrankte frühere Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky ist am Mittwoch aus dem künstlichen Koma erwacht. Das bestätigte Kirchen-Sprecher Stefan Förner. „Es geht ihm besser, aber noch nicht gut“, sagte Förner.

Der 75-jährige Sterzinsky hatte im Februar sein Rücktrittsgesuch in Rom eingereicht. Papst Benedikt XVI. hatte dieses am 24. Februar angenommen. Sterzinsky stand mehr als 21 Jahre an der Spitze des Erzbistums. Der Papst macht am 22. September bei seinem ersten offiziellen Staatsbesuch in Deutschland Station in Berlin.

Nach dem Rücktritt des schwer kranken Erzbischofs, Georg Kardinal Sterzinsky, leitet Weihbischof Matthias Heinrich (56) das Erzbistum Berlin bis zum Amtsantritt eines neuen Erzbischofs. Das Metropolitankapitel Sankt Hedwig wählte ihn zum Diözesanadministrator, wie das Erzbistum bekannt gab. Er leitet das Erzbistum kommissarisch, bis der Papst einen neuen Bischof ernennt.

Das Erzbistum Berlin umfasst das Land Berlin, den größten Teil Brandenburgs sowie Vorpommern. In seinen rund 100 Kirchengemeinden leben etwa 393.000 Katholiken, davon rund 316.000 in Berlin. 226 Welt- und Ordenspriester sowie ständige Diakone sind in den Gemeinden sowie sozialen Einrichtungen tätig.