Wegen Tötung seiner früheren Lebensgefährtin muss sich seit Donnerstag ein 33-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Reiseverkehrskaufmann soll im Dezember vergangenen Jahres die 30-jährige Frau in deren Wohnung in Hohenschönhausen durch mehrere Messerstiche getötet haben.

Dabei habe er ihr neben zwei Schnittverletzungen an Kopf und Hand weitere acht „wuchtige“ Stichwunden am Oberkörper zugefügt, bis das Messer im Rücken steckengeblieben sei, heißt es in der Anklage.

Zu Prozessbeginn wollte sich der Angeklagte zu den Vorwürfen noch nicht äußern, da der Gutachter fehlte. Der Verteidiger kündigte für den nächsten Verhandlungstag eine Aussage seines Mandanten an.

Aufgrund einer „Zwangstörung“ wurde der 33-Jährige nach seiner Festnahme am 23. Dezember 2010 zur Behandlung in einer Psychiatrie untergebracht. Bei der damaligen Untersuchung stellte der Arzt fest, dass der Patient „hochgradig gestört“ sei.

Nach Angaben der Opferanwältin war es beim Besuch seiner Ex-Freundin und dem gemeinsamen Kind zum Streit mit dem Angeklagten gekommen. Das Paar war seit längerem getrennt.

Der Prozess wird am 22. Juni fortgesetzt.

dapd/mim