Hoch "Birgit"

Berlin erlebt wärmstes Mai-Ende seit 130 Jahren

Rekordtemperaturen zum Mai-Ausklang: So warm wie an diesem Dienstag war es an einem 31. Mai in der Region Berlin-Brandenburg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 noch nie. Aber: Es gibt die ersten Unwetterwarnungen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Der in Potsdam gemessene bisherige Höchstwert von 31,4 Grad aus dem Jahr 1979 wurde am heutigen 31. Mai 2011 übertroffen, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. In weiten Teilen Berlins und Brandenburgs stiegen die Temperaturen auf über 32 Grad.

Am Nachmittag zogen jedoch erste Gewitter auf. So gab der Deutsche Wetterdienst am Dienstagnachmittag eine Unwetterwarnung für Teile Brandenburgs heraus. In den Landkreisen Havelland, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz sowie in der Stadt Brandenburg/Havel seien schwere Gewitter, Sturmböen, heftiger Starkregen und Hagel möglich, heißt es. Die Sturmböen aus südwestlicher Richtung könnten Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreichen. Zudem sei örtlich Starkregen mit Mengen um die 25 Liter pro Quadratmeter möglich. Wie die aktuelle Lage ist, was das Regenradar anzeigt, wo Unwetter drohen - sehen Sie HIER.

Am Mittwoch soll ein Temperatursturz Abkühlung bringen: Es werden nur noch Temperaturen zwischen 17 und 23 Grad erwartet.

Berliner Bäder öffnen alle bis 11. Juni

Bis spätestens 11. Juni sollen alle Sommerbäder in Berlin offen sein. Das kündigte der Chef der Berliner Bäder-Betriebe, Klaus Lipinsky, am Dienstag an. „Zur Zeit sind 14 Bäder offen und in zwölf noch geschlossenen Bädern laufen intensive Vorbereitungen zum Saisonstart“, sagte Lipinsky. In einigen Bädern seien noch bauliche Probleme zu bewältigen. Manche Freibäder könnten wegen Personalmangels auch erst geöffnet werden, wenn gleichzeitig die im Winter und Frühjahr genutzten Hallen geschlossen sind.

Doch trotz der Wärme zu Wochenbeginn sei der Andrang in den Bädern noch recht verhalten gewesen. So seien im Kreuzberger Prinzenbad am Montag über den ganzen Tag nur etwa 3500 Besucher gewesen. In einigen noch geschlossenen Bädern werde gerade das Wasser eingelassen. Die Qualität müsse vor der Öffnung aber noch von eigenen Experten und dann noch einmal vom Gesundheitsamt geprüft werden.

Günstiger für die Besucher sei die Lage in den Freibädern an natürlichen Gewässern. Diese seien bis auf das Strandbad Wannsee frei verpachtet. Dort könnten die Pächter im Einzelfall zügiger über den Personaleinsatz und die Öffnung entscheiden.