Atomausstieg

Greenpeace-Aktivisten auf Brandenburger Tor

Rund ein Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind am Sonntag auf das 26 Meter hohe Brandenburger Tor in Berlin-Mitte geklettert und haben ein Transparent ausgerollt. Damit wollten die Umweltschützer für einen schnellstmöglichen Atomausstieg bis spätestens 2015 demonstrieren.

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Greenpeace-Aktivsten haben am Sonntag in Berlin gegen die Atompolitik der Bundesregierung protestiert. Mehr als ein Dutzend Aktivisten kletterten am Vormittag auf das Brandenburger Tor und entrollten Banner mit den Worten „Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel" befestigt. Auch vor dem Tor protestierte die Umweltschutzorgansiation mit großen Transparenten, auf denen stand: „Germany says NO – no nuclear power".

Damit wollten die Umweltschützer für einen schnellstmöglichen Atomausstieg bis spätestens 2015 demonstrieren, teilten sie mit. Insgesamt beteiligten sich rund 50 Greenpeace-Teilnehmer an der Aktion.

In einem Koalitionsausschuss am Sonntag sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Spitzen von CDU, CSU und FDP im Berliner Kanzleramt über die Energiewende beraten. Am Samstag hatte sich die von Merkel eingesetzte Ethikkommission der Bundesregierung zu Abschlussberatungen getroffen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Atomausstieg binnen zehn Jahren bis spätestens 2021 möglich ist.

Dazu sagte Anike Peters, Energie-Expertin von Greenpeace: „2021 ist für Greenpeace absolut inakzeptabel. Wenn die Ethikkomission tatsächlich einen derart langsamen Atomausstieg empfiehlt, ist das ethisch nicht vertretbar.

Der Bericht soll am Montag offiziell vorgelegt werden und der Bundesregierung als Grundlage für die von ihr geplante Energiewende dienen. Ein Kabinettsbeschluss wird für den 6. Juni angestrebt.