Auf den Berliner Flughäfen droht in der kommenden Woche wieder ein Engpass bei den Enteisungsmitteln. Der Schweizer Konzerns Clariant kündigte an, Anfang Januar die Produktion für vier Tage einzustellen. "Wir sind sehr besorgt", sagte eine Sprecherin der für Tegel und Schönefeld zuständigen Servicefirma GlobeGround. Für Freitag werde zwar erst einmal erwartet, dass die Lager vollständig aufgefüllt würden. Wie lange der Vorrat reiche, sei allerdings unklar.

"Wir können, wie andere Flughäfen auch, zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausschließen, dass es im Laufe der kommenden Woche zu Einschränkungen im Flugbetrieb kommen kann", sagte die Sprecherin. Dies sei unter anderem von der Wetterlage abhängig.

Voraussichtlich vom 1. bis 4. Januar wird Clariant die Produktion unterbrechen müssen. Grund sind laut einem Firmensprecher Lieferschwierigkeiten der Hersteller von Glykol, einem Grundstoff der Enteisungsmittel, wegen der hohen Nachfrage. Der Produktionsstopp könne "zu erneuten Beeinträchtigungen im europäischen Flugverkehr führen", hieß es. Clariant ist nach eigenen Angaben Marktführer in Europa und beliefert rund 100 Flughäfen.

BMO