Skandal-Rocker

Pete Doherty soll Haft in JVA Plötzensee antreten

Weil er 2009 in Kreuzberg ein parkendes Auto demolierte, soll der britische Rockmusiker Pete Doherty für 30 Tage ins Gefängnis. Die Ladung zum Haftantritt wurde verschickt. Nun wartet man in Plötzensee auf seine Ankunft. Sonst droht eine internationale Fahndung.

Der englische Skandalrocker Pete Doherty soll in Berlin ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hat ihn aufgefordert, wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe für ein demoliertes Auto in Höhe von 30.000 Euro eine 30-tägige Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee anzutreten, wie Sprecherin Silke Becker am Freitag sagte. Der Brief sei kürzlich an Dohertys Adresse in London verschickt worden. „Ich bezweifle, dass er ihn schon hat“, sagte Becker.

Der Musiker hat der Sprecherin zufolge nach Erhalt des Schreibens zwei Wochen Zeit, um zu reagieren. „Er kann die Strafe jederzeit bezahlen und die Haft abwenden“, sagte Becker. Auch im Gefängnis könne sich Doherty noch entschließen, die Summe minus der bereits abgesessenen Tagessätze über 1000 Euro zu entrichten. Sollte Doherty nicht reagieren, werde sicherlich ein deutschlandweiter Haftbefehl ausgeschrieben, sagte Becker.

Die Geldstrafe war verhängt worden, weil der Ex-Freund von Supermodel Kate Moss im Dezember 2009 im Vollrausch in Berlin randaliert und ein Auto beschädigt hatte. Bei deutschen Polizisten ist der in seiner Heimat wiederholt durch Drogen- und Alkoholexzesse aufgefallene Sänger kein Unbekannter.

Im März hatten Doherty und ein Begleiter zugegeben, im Alkoholrausch versehentlich die Scheibe eines Regensburger Plattenladens eingeschlagen zu haben. Der Polizei zufolge hatten die Männer auch eine Gitarre und eine Schallplatte aus der Schaufensterauslage mitgenommen.