Brandenburg

Staus auf Autobahn wegen giftiger Raupen

Am westlichen Berliner Ring stehen Hunderte Eichen. In ihnen nistet sich der gefährliche Eichenprozessionsspinner ein. Weil die Raupen bekämpft werden, kann es am Montag zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Foto: dpa / DPA

Autofahrer auf dem westlichen Berliner Ring müssen sich am Montagmorgen (16. Mai 2011) auf kleinere Staus einrichten. Zur Bekämpfung des für Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinners wird von 8 Uhr an zwischen dem Autobahndreieck Werden und der Abfahrt Potsdam-Nord gesprüht. Die Härchen des Raupe sind giftig und rufen bei vielen Menschen allergische Reaktionen hervor, die zu Hautreizungen und zu Atemnot führen können, erläuterte der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg am Freitag in einer Mitteilung. Behinderungen werde es durch eine Wanderbaustelle jeweils am rechten Fahrbandrand geben, da auf der Strecke ein Standstreifen fehlt.

Die Falterpopulation habe sich in den vergangenen Jahren auch in Brandenburg stark ausgebreitet. Im Randbereich der Autobahn A10 stehen den Angaben zufolge rund 2000 Eichen. Straßenwärter der Autobahnmeisterei könnten ohne gesundheitliche Gefährdung keine Unterhaltungsarbeiten vornehmen, wie beispielsweise Mähen oder Müllbeseitigung. Bei Unfällen oder Staus wären womöglich auch Verkehrsteilnehmer von den Raupen betroffen, deren Bekämpfung bis Mitte Mai erfolgen müsse.

Das eigentliche Problem seien die Härchen der Raupen, sagen Experten. An ihnen haftet das Nesselgift Thaumetopoein, das bei Menschen zu Rötungen der Haut bis hin zu Asthmaanfällen führen kann.