Kahlfressen

Raupen-Plage bedroht Berliner Eichen-Bestände

Eichen sind nach den Kiefern in den Wäldern Berlins die am meisten verbreitete Baumart. Doch nun werden die Eichen massiv von einer üppigen Raupen-Plagen abgefressen. Die Zukunft der naturnahen Waldentwicklung ist in Gefahr.

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Raupen fressen derzeit massenhaft Berliner Eichen kahl. Neben dem auch für Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinner sind besonders Frühlingseulen, Eichenwickler und Frostspanner beteiligt, wie die Berliner Forsten am Freitag mitteilten.

Der frühe und üppige Austrieb der Eichen biete den Raupen beste Entwicklungsbedingungen. Auch andere Baum- und Straucharten seien von dem Raupenfraß teilweise betroffen.

Den Angaben zufolge bedeutet der massive Blattverlust, der bereits in den beiden vergangenen Jahren zu beobachten gewesen sei, für die Bäume einen erheblichen Vitalitätsverlust. Der Stress durch anhaltende Trockenheit setze den Eichen zusätzlich zu.

Im weiteren Jahresverlauf könnten sie den Blattverlust durch einen erneuten Austrieb unter Umständen teilweise ausgleichen. Wichtig dafür wären allerdings ausreichende Niederschläge in den kommenden Wochen.

Eichen sind laut Berliner Forsten nach den Kiefern in den Wäldern der Hauptstadt die am meisten verbreitete Baumart. Vor dem Hintergrund einer naturnahen Waldentwicklung komme ihnen künftig eine immer größere Bedeutung zu.