Zahlreiche Züge privater Bahnunternehmen werden ab Donnerstag auch in Berlin und Brandenburg wieder still stehen. Die Lokführergewerkschaft GDL kündigte erneute Warnstreiks ab 2.00 Uhr nachts bis zum frühen Samstagmorgen an. In Region sollen mehrere Linien der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) bestreikt werden. Wie stark der Betrieb der Prignitzer Eisenbahn betroffen sein wird, war zunächst unklar.

Die ODEG kündigte an, dass die Züge der Linie OE 36 zwischen Berlin-Schöneweide und Königs Wusterhausen für Donnerstag und Freitag komplett gestrichen werden. Fahrgäste sollten stattdessen die S-Bahn benutzen. Auch im weiteren Verlauf der Linien zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) fahren keine Züge, stattdessen verkehren Ersatzbusse.

Zwischen Fürstenwalde (Spree) und Bad Saarow soll die Linie OE 35 für zwei Tage komplett eingestellt werden. Reisenden wird empfohlen, auf die planmäßigen Busse der Linien 430 und 431 umzusteigen. Sonderbusse werden den Schienenverkehr laut ODEG auf der Linie OE 60 zwischen Eberswalde und Frankfurt (Oder) ersetzen.

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) ging davon aus, dass die Züge der Heidekraut- und der Oderlandbahn planmäßig fahren. Auch die Betreiber des Fernzugs Interconnex, der von Leipzig über Berlin nach Rostock fährt, rechneten zunächst nicht mit Auswirkungen.

Die Prignitzer Eisenbahn plante für den Fall eines Streiks auf ihren Strecken von Neustadt/Dosse nach Pritzwalk und von Pritzwalk nach Meyenburg zunächst keinen Ersatzverkehr.

dapd/tj