Tumulte

Feuerwehrleute lösen bei Demo Brandalarm aus

Berliner Feuerwehrleute haben in Mitte gegen die Streichung von Wechselschichtzulagen demonstriert. Doch der Protestzug endete mit einem Tumult - und Kollegen der Brandbekämpfer mussten zum Einsatz ausrücken.

Foto: dpa / dpa/DPA

Rund 200 Feuerwehrleute haben am Mittwoch in Berlin-Mitte gegen die Streichung von Wechselschichtzulagen demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, zogen die Demonstranten vom Potsdamer Platz über die Leipziger Straße zum Amtssitz von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) in der Klosterstraße. Aufgerufen zu der Protestaktion hatte der Verein Interessenvertretung der Feuerwehr (IdFw e.V.).

Vor dem Senatsgebäude kam es während der Abschlusskundgebung zu einer kurzen Auseinandersetzung. Zwei Demonstranten hatten eine Petition abgeben wollen. Plötzlich stürmten etwa 30 Demonstranten mit Trillerpfeifen und Transparenten ausgestattet in den Vorraum des Senatsgebäudes. Dabei wurde im Erdgeschoss ein Brandmelder ausgelöst, sodass wenige Minuten später ein Löschzug der Feuerwehr anrückte, um den vermeintlichen Brand zu löschen.

Aufgrund dieser Zwischenfälle wurde der Anmelder der Veranstaltung aufgefordert, die Abordnung zur Petitionsübergabe wieder vor das Gebäude zu führen. Die Störer wurden von Polizisten wieder auf die Straße gedrängt. Während eines anschließenden Redebeitrages eines Senatsmitarbeiters vor dem Gebäude warfen zwei Unbekannte Eier auf den Redner. Sie trafen daneben stehende Polizisten.

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Landfriedensbruchs eingeleitet.