Die Berliner Feuerwehr kommt bei der Hälfte ihrer Einsätze nach Gewerkschaftsangaben zu spät. Im Durchschnitt seien die Rettungssanitäter oder Feuerwehrleute 8,69 Minuten nach dem Alarm am Einsatzort, teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Mittwoch mit. Vorgegeben ist eine Anfahrtszeit von höchstens acht Minuten.
In 140.000 Einsätzen habe man im vergangenen Jahr länger als diese acht Minuten benötigt, um am Einsatzort zu sein, erklärte GdP-Sprecher Michael Schombel, zuständig für Feuerwehrfragen. Täglich werden etwa 1000 Einsätze gefahren – 750 davon im Rettungsdienst.
Die Gewerkschaft kritisierte, die Feuerwehr habe viel zu wenig Personal. Auf besondere Einsatzlagen und mögliche Katastrophen sei man nicht vorbereitet. Dringend würden 300 neue Einsatzkräfte benötigt. Derzeit verfügt die Berliner Feuerwehr über 3120 Mitarbeiter.
Um die maximale Rettungszeit von acht Minuten wieder zu erreichen, müssten bis 2015 fünf neue Rettungswagen angeschafft werden, so die GdP. Zusätzlich müssten hierfür noch einmal 265 Leute eingestellt werden.
dpa/toto





