Die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr im Handwerk seien hervorragend, ergab eine Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform aus dem Februar unter Handwerksunternehmen. Zudem hätten die Betriebe kaum Zukunftsängste.
Gut die Hälfte der befragten Handwerker (56,8 Prozent) beurteilt den Angaben zufolge ihre aktuelle Geschäftslage mit den Noten „sehr gut“ oder „gut“. Das seien sechs Punkte mehr als im Vorjahr. Als schlecht bewerteten 12,6 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage.
Nach dem kräftigen Frühjahrsaufschwung im vergangenen Jahr konnte noch knapp ein Drittel der befragten Betriebe (31,6 Prozent) auf steigende Umsätze verweisen, hieß es. Bei der Umfrage 2010 seien es 34,9 Prozent gewesen. Einbußen habe diesmal jeder vierte Befragte (25,3 Prozent) verkraften müssen, nachdem das im Vorjahr bei jedem sechsten (16,9 Prozent) der Fall gewesen sei.
Personell stockte das Handwerk in den vergangenen Monaten laut Creditreform kräftig auf: Fast jeder dritte Betrieb (31,6 Prozent) beschäftige derzeit mehr Mitarbeiter als im Frühjahr 2010. Gleichzeitig musste sich jeder zehnte Handwerker (10,5 Prozent) in diesem Zeitraum von Beschäftigten trennen.
Die Ertragslage der Handwerker bleibe aber angespannt. Drei von zehn Befragten (30,5 Prozent) meldeten einen Rückgang ihrer Erträge (Vorjahr: 31,3 Prozent), nur 18,9 Prozent der Firmen konnten Ertragssteigerungen verbuchen. Ein Risiko für die Stabilität der Unternehmen seien Engpässe beim Eigenkapital und die mangelhafte Zahlungsmoral der Kunden.
Die Aussichten der Handwerksbetriebe bis Herbst 2011 sind den Angaben zufolge recht optimistisch. Jeder vierte Befragte (25,3 Prozent, Vorjahr: 20,5 Prozent) gehe davon aus, mehr Umsatz zu erwirtschaften. Einen Rückgang befürchten 15,8 Prozent.
dpa/tj




