Toter Eisbär

Knut soll als Plastik ins Naturkundemuseum

Nach den wissenschaftlichen Untersuchungen wird der tote Eisbär Knut wohl bald wieder zu sehen sein – als lebensechte Plastik im Berliner Naturkundemuseum.

Derzeit wird der berühmte Berliner Eisbär Knut im Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersucht. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Untersuchungen soll Knut dem Berliner Museum für Naturkunde übergeben werden. Der Generaldirektor des Museums, Ferdinand Damaschun, kündigte an, Knut in eine Ausstellung vermutlich zum Klimawandel integrieren zu wollen.

„Das Tier soll allerdings nicht ausgestopft werden, sondern als sogenannte Dermoplastik weiterexistieren“, sagte er. Hierfür wird ein dreidimensionales Modell des Bären in Lebensgröße angefertigt, auf das das Fell des Originals gezogen wird. Wann der Eisbär ausgestellt wird, konnte Damaschun nicht sagen.

Der Eisbär war einer Gehirnentzündung erkrankt. Als er dann am 19. März 2011 im Berliner Zoo plötzlich ins Wasser stürzte, sei er ertrunken, sagte die leitende Pathologin des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, Claudia Szentiks, am Freitag in Berlin unter Berufung auf das Sektionsergebnis.

Die weiteren Untersuchungen des Tierkörpers in dem Institut könnten sich noch über Monate hinziehen, hieß es weiter. Spuren, die auf Stress des Eisbären hindeuten, seien bei der Untersuchung nicht entdeckt worden, betonte Szentiks.

Der Zoologische Garten plant, eine Bronzeplastik von Knut im Babyalter anfertigen zu lassen und nahe der Eisbärenanlage aufzustellen, wie Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz am Freitag mitteilte. „Das Charmante ist, dass Knut dann wieder zu sehen sein wird“, sagte er.

Der weltweit bekannte Eisbär war am Samstag vor zwei Wochen überraschend vor den Augen von Zoobesuchern gestorben. Zunächst hatte er sich mehrfach im Kreis gedreht, dann war er in das Wasserbecken des Geheges gestürzt. Bei ersten Untersuchungen im IZW waren bereits Veränderungen im Gehirn des Tieres festgestellt worden.