Zunächst vermutete die Polizei einen Anschlagsversuch - nun geht sie von einem versuchten Bankraub aus: Maskierte ließen am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr Gasflaschen mit Zündvorrichtung in einer Sparkassenfiliale an der Pankower Hauptstraße zurück und flohen. Der Passante, der die Maskierten bemerkt hatte, alarmierte die Polizei, die vorsichtshalber das Haus evakuierte. Kurze Zeit später gab es Entwarnung. Die Beamten transportierten die Gasflaschen ab und sicherten Spuren.

Der Passant hatte in der Früh an dem Automaten im Vorraum der Sparkasse Geld abheben wollen und die drei Maskierten erblickt - die sofort die Flucht ergriffen, als sie den Mann bemerkten. Die Unbekannten liefen zu einer schwarzen Limousine, bei der es sich vermutlich um einen Audi handelte, und fuhren in Richtung Kopenhagener Straße davon. Sie ließen im Vorraum der Bank zwei Gasflaschen mit einer Zündvorrichtung zurück. Neun Mieter mussten das Haus während der Sicherung des Tatortes verlassen. Die Hauptstraße war für etwa drei Stunden voll gesperrt.

Nun geht die Polizei davon aus, dass die Unbekannten versucht hatten, einen Geldautomaten zu sprengen - wie es in Berlin bereits mehrfach vorgekommen ist - und sucht nach weiteren Zeugen. Eine Gemeinsame Ermittlungsgruppe (GEG) Berlin-Brandenburg hat den Fall übernommen. Wer Hinweise zu dem Vorfall machen kann, wird gebeten sich bei der GEG Berlin-Brandenburg unter der Telefonnummer (0331) 74406 - 2330 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

BMO