Berlin und der Süden Brandenburgs haben am Sonntag einen Wärmerekord erlebt. „Noch nie war es in der Region seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen an einem 14. November so warm wie heute“, sagte Meteorologe Karsten Kürbis vom privaten Wetterdienst Meteogroup DeutschlandAnfrage. In Berlin-Dahlem wurden 17,6 Grad Celsius gemessen, in Potsdam waren es 17,5 Grad Celsius. Der bisherige Temperaturrekord für einen 14. November stammte aus dem Jahr 1926: Damals gab es in Berlin 15,7 Grad und in Potsdam 15,1 Grad.
Auch in Klettwitz (19 Grad), Cottbus (18,7 Grad) und Wusterwitz (17,2 Grad) war es für die Jahreszeit ungewöhnlich warm. Zudem erlebte der Süden Brandenburgs mehr als sechs Sonnenstunden. Den Titel „Wärmster Novembertag überhaupt“ verdiente der Sonntag sich jedoch nicht. Diese Rekord bleibt weiter beim 1. November 1968, als 19,5 Grad Celsius in Berlin registriert wurden.
Verantwortlich für die ungewöhnliche Witterung war das von einem Zwischenhoch begleitete Tiefdruckgebiet Ditte, das warme Mittelmeerluft in die Region brachte. Viele Berliner und Brandenburger nutzten den sonnigen und heiteren Tag für Spaziergänge und Aktivitäten im Freien, auf die sie in den kommenden Monaten wohl eher verzichten müssen. Bereits ab Montag wird es der Vorhersage zufolge bei sinkenden Temperaturen deutlich wechselhafter. Die Höchstwerte liegen am Montag bei zehn Grad Celsius und am Dienstag nur noch bei sechs Grad Celsius. Dann wird es auch zeitweise Regen geben. Von „trübem Novemberwetter“ sprach der Meteorologe. Nachtfröste allerdings seien unter der dichten Wolkendecke, die die Region einhülle, noch nicht zu erwarten.
dapd/sh







