Bombenalarm

Polizei räumt Nuntiatur in Kreuzberg

Bombenalarm in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin: Die Vertretung des Vatikans und drei anliegende Wohnhäuser in Kreuzberg sind am Freitagnachmittag sicherheitshalber von der Polizei geräumt worden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Ein verdächtiger Aktenkoffer vor der Apostolischen Nuntiatur in Berlin hat am Freitag Bombenalarm ausgelöst. Doch der Koffer entpuppte sich zwei knapp Stunden später als harmlos. Techniker des Landeskriminalamt zersprengten ihn mit einer Wasserkanone und stellten fest, dass er leer gewesen war, wie aus einem Bericht der Polizei hervorgeht. Sicherheitshalber waren die Vertretung des Vatikans an der Lilienthalstraße in Kreuzberg und drei anliegende Wohnhäuser geräumt worden. Gut 30 Betroffene versammelten sich hinter den Absperrungen der Polizei, bis sie in die Häuser zurückkehren konnten.

Der Koffer war einer Polizeistreife auf ihrer Fahrt durch die Lilienthalstraße aufgefallen. Er stand neben einem Fahrrad am Straßenrand. Die Beamten schlugen vorsichtshalber Alarm.

Erst vor einigen Tagen war im Kanzleramt eine Paketbombe aus Griechenland entdeckt worden, die an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) adressiert war. Spezialisten hatten die Sendung unschädlich gemacht. Die Regierung mahnte danach zu verstärkten Vorsichtsmaßnahmen.

Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, ist der ständige Vertreter des Papstes in Deutschland.