Platzgestaltung

Jetzt soll der Hauptbahnhof schöner werden

Bislang war der Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof ein Provisorium. Das ändert sich nun: Der südliche Bahnhofsbereich wird gepflastert und bepflanzt.

Knapp viereinhalb Jahre nach Eröffnung des Hauptbahnhofes hat am Montag die Gestaltung des südlich gelegenen Washingtonplatzes begonnen. Die knapp zwei Hektar große, bislang provisorisch gestaltete Fläche wird weitgehend mit Kleinsteinpflaster und Platten aus Granit gepflastert. Aus Naturstein sind auch die Bänke, die zum Verweilen einladen sollen. Von den 50 geplanten gelb blühenden Schnurbäumen werden zunächst nur etwa zehn gepflanzt, weil unter einem Teil der Flächen eine Tiefgarage für ein seit Jahren geplantes Projekt des Vivico gebaut werden soll.

Der Immobilienentwickler will auf dem Platz ein Büro- und Geschäftshaus in Form eines gläsernen Kubus bauen, das ursprünglich Ende 2010 fertig sein sollte. Die Platzgestaltung beginnt am Montag zunächst im unbefestigten westlichen Teil. Ab Mai folgt dann der östliche Teil, wo zunächst die asphaltierte Decke abgerissen werden muss. Die Kosten von insgesamt 2,8 Millionen Euro trägt zum Großteil die Vivico, der Rest kommt aus der vom Bund mitfinanzierten „Entwicklungsmaßnahme Hauptstadt Berlin“. Im nächsten Jahr im September sollen die Arbeiten auf dem 18.000 Quadratmeter großen Platz abgeschlossen sein.

Die Grünen kritisierten bereits, dass zu wenig Fahrradständer vorgesehen seien. Und auch der Hauptbahnhof-Architekt Meinhard von Gerkan meldete sich schon kritisch zu Wort. So heißt es aus seinem Berliner Büro, dass eine Pflasterung und ein paar Bäume allein noch keine Platzgestaltung seien.

( sg )