Statistik

Jeder siebte Berliner hat einen ausländischen Pass

Der Ausländeranteil in Berlin ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das liegt aber vor allem an überhöhten Zahlen aus den Vorjahren, die jetzt herausgerechnet wurden.

Foto: dpa

Mehr als 457 000 Ausländer aus 190 Staaten sind in Berlin gemeldet. Knapp jeder siebte der offiziell 3,45 Millionen Einwohner der Hauptstadt hat somit einen ausländischen Pass. Die meisten der am Stichtag 31. Dezember 2010 gemeldeten Ausländer kamen aus der Türkei, Polen, Serbien und Italien, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mit.

104 556 Berliner haben einen türkischen Pass. Ihre Zahl sank im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent. Knapp 41 000 Polen leben in Berlin, dann folgen in der Rangliste rund 19 000 Serben sowie 15 800 Italiener. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe neben den Europäern kommt aus Asien: 66 000 asiatische Bürger leben derzeit in Berlin. Darunter sind 13 200 Vietnamesen. Außerdem haben sich 12 700 US-Amerikaner angemeldet. Die meisten Neuzugänge kamen aus Lettland. Im Vergleich zum Vorjahr gab es rund 25 Prozent mehr Letten.

Die Zahl der Ausländer ging leicht zurück. Mit Vergabe der einheitlichen Steuer-Identifikationsnummer wurden viele Menschen, die nicht mehr an ihrer Meldeadresse anzutreffen waren, abgemeldet, erklärten die Statistiker. Die aktuellen Zahlen seien nun realistischer.