Eine Serie von Buntmetalldiebstählen in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist offenbar aufgeklärt. Die Berliner Polizei hat am vergangenen Sonntag eine Bande von Buntmetalldieben zerschlagen und sieben mutmaßliche Täter festgenommen.

Die Männer im Alter von 26 bis 35 Jahren sollen mit weiteren Komplizen über einen Zeitraum von vier Monaten mehre Einbrüche im Osten Deutschlands begangen haben. Dabei erbeuteten sie nach Angaben der Ermittler pro Diebeszug mit ebenfalls gestohlenen Fahrzeugen 15 bis 150 Tonnen Buntmetall im Wert von 150.000 bis 500.000 Euro.

Die Beute sollen sie immer nach einem Raubzug in der Lagerhalle eines Hehlers in Berlin entladen haben, bevor sie die gestohlenen Laster irgendwo im Stadtgebiet abstellten.

Verhaftung nach Einruch in Brandenburg

Ein Einbruch in ein Firmengelände in Brandenburg wurde ihnen am vergangenen Sonntag schließlich zum Verhängnis. Ein Zeuge hatte die Bande dabei beobachtet und konnte der Polizei den Tathergang und die verwendeten Fahrzeuge präzise beschreiben. Die Beamten konnten daraufhin das das entwendete Metall bis zu einem Werksgelände in Berlin-Pankow verfolgen. Als die mutmaßlichen Metalldiebe das Gelände verlassen wollten, wurden sie verhaftet.

In einer dortigen Lagerhalle stellten die Ermittler zudem 14 zum Teil bereits zerlegte Kabeltrommeln sicher, die zweifelsfrei einem Diebstahl in Hoppegarten zugeordnet werden konnten. Außerdem beschlagnahmten sie Elektrowerkzeuge, die möglicherweise aus weiteren Straftaten stammen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsrichter gegen alle sieben Beschuldigten Untersuchungshaft angeordnet. Ihnen wird bandenmäßiger Diebstahl und gewerbsmäßig Hehlerei vorgeworfen.

BMO/ap