Ein Polizist hat am Donnerstagmittag einem mutmaßlichen Räuber in Berlin-Wedding ins Bein geschossen. Zuvor hatte er den Mann gewarnt und einen Warnschuss abgegeben, wie ein Polizeisprecher sagte. Es bestehe keine Lebensgefahr. Der verletzte 24-Jährige sei festgenommen und ins Krankenhaus gebracht worden.
Den Angaben zufolge hatte er mit zwei Komplizen gegen 11.30 Uhr ein Juweliergeschäft an der Müllerstraße überfallen. Die drei Männer stürmten maskiert in das Geschäft, zerstörten mit einem Hammer Vitrinen und stahlen daraus den Schmuck. Die 45 Jahre alte Angestellte in dem Laden informierte die Polizei, die dann die Verfolgung aufnahm. Die Täter seien mit einem silberfarbenen Mercedes der "M-Klasse" geflüchtet. Das Fahrzeug wurde sofort zur Fahndung ausgeschrieben und gegen 12 Uhr von Polizisten am Fahrbahnrand der Swinemünder Straße entdeckt worden.
Passanten sahen drei dunkel gekleidete Männer aus dem Mercedes aussteigen und weglaufen. Sie versuchten, über ein altes Bahngelände hinter der Swinemünder Straße zu flüchten, wie der Polizeisprecher sagte. Als die Beamten ihnen „Halt! Polizei! Stehen blieben!“ zuriefen, trennten sich die Männer und liefen in verschiedenen Richtungen weiter. Dann seien die zwei Schüsse abgegeben worden, durch die der 24-Jährige verletzt wurde. Ein zweiter mutmaßlicher Täter konnte kurze Zeit später ebenfalls auf dem Bahngelände hinter einem Waggon gestellt werden. Er ist den Angaben zufolge 21 Jahre alt. Bei ihm soll es sich nach Informationen von Morgenpost Online um einen Intensivtäter handeln.
Beamte durchkämmten das Gelände. Dabei entdeckten sie auf dem Fluchtweg Vermummungsgegenstände. Allerdings müsse noch geklärt werden, ob diese von den Tätern bei dem Überfall auf den Juwelier benutzt wurden, sagte ein Sprecher. Der dritte Räuber ist weiter auf der Flucht. Die Beute ist den Polizeiangaben zufolge ebenfalls verschwunden. Das Auto wurde sichergestellt.
BMO mit dpa

