Uwe Meenen führt künftig den Berliner Landesverband der rechtsextremen NPD. Das Bundesvorstandsmitglied wurde nach Parteiangaben vom Sonntag bei einem Landesparteitag in Berlin einstimmig gewählt. Meenen ist damit Nachfolger des als amtsmüde geltenden Jörg Hähnel, der nicht mehr für den Posten kandidiert hatte.
Als Meenens Stellvertreter wurden am Sonnabend der frühere Berliner NPD-Chef Eckart Bräuniger, der ehemalige DVU-Landesvorsitzende Dietmar Tönhardt und der Extremist Sebastian Schmidtke gewählt.
Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes ist der Berliner NPD-Landesverband seit geraumer Zeit in einem desolaten Zustand. Die Mitgliederzahl wird auf rund 250 geschätzt. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2006 war die Partei auf einen Stimmenanteil von 2,6 Prozent gekommen. Sie ist aber in mehreren Bezirksparlamenten vertreten.
dpa/mim



