Tierpfleger

Berlin trauert um "Affenvater" Reimon Opitz

Einer der bekanntesten Tierpfleger Berlins ist tot. Reimon Opitz ist im Alter von 62 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Bekannt wurde er durch die Handaufzucht vieler Affenbabys.

Er war der Berliner Affenvater: Der Tierpfleger Reimon Opitz ist tot. Er starb am Montag im Alter von 62 Jahren an Herzversagen, wie der Zoologische Garten mitteilte. Opitz arbeitete mehr als 40 Jahre für den Zoo, davon 20 Jahre als Chef-Pfleger im Menschenaffenhaus. Gemeinsam mit seiner Frau Marion zog er viele junge Affen mit der Flasche auf, in seiner Wohnung tummelten sich kleine Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas.

In Berlin, wo die Liebe zu Tieren besonders groß ist, war Opitz prominent. Auch außerhalb der Hauptstadt kennen ihn Fernsehzuschauer aus der RBB-Serie „Panda, Gorilla & Co.“. Im Zoo moderierte Opitz Auftritte von Knut, als der Eisbär noch jung war und die Besucher für die „Knut-Show“ vor dem Gehege Schlange standen.

Sein Tod - fast exakt zwei Jahre, nachdem Knuts Ziehvater Thomas Dörflein starb - kam überraschend. „Wir sind sehr erschüttert und betroffen“, sagte Zoo-Sprecherin Claudia Bienek. Opitz' Kollege Heiner Klös würdigte den Affenpfleger als „hochengagiert“, auch im Betriebsrat. Er sei „ein Mensch, der allen in positiver Erinnerung bleiben wird“. Am Dienstag soll ein Kondolenzbuch in der Zooverwaltung ausgelegt werden.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.