Auktion

Ex-Grenzübergang Dreilinden wird versteigert

Der ehemalige Berliner Grenzkontrollpunkt Dreilinden, der bis Ende der 60er Jahre in Betrieb war, kommt unter den Hammer. Das Gelände soll am 16. September versteigert werden.

Foto: dpa

Der ehemalige Berliner Grenzkontrollpunkt Dreilinden, genannt Checkpoint Bravo, wird am 16. September versteigert. Das Objekt aus dem Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist im neuen Auktionskatalog der Deutschen Grundstücksauktionen AG enthalten. Das Mindestgebot liegt bei 45.000 Euro.

Der ehemalige Autobahn-Kontrollpunkt wurde in den Jahren 1951 bis 1954 errichtet. Auf dem fast 15.000 Quadratmeter großen Gelände befindet sich ein verfallenes Raststättenhäuschen und die Kremnitzbrücke, die über den Teltowkanal auf Brandenburger Gebiet führt. 1969 wurde der Checkpoint der Alliierten aufgegeben und durch die neue Kontrollstelle Dreilinden weiter nördlich ersetzt.

Seit 2002 steht das alte Rasthaus Dreilinden an der Avus leer. Es war im Herbst 2009 vom Berliner Liegenschaftsfonds an den Kaufmann Thomas Drechsel verkauft worden. Er wollte darin eine Diskothek einrichten. Diese Pläne sind vom Tisch. Für das Gebäude wurde im Januar 2010 ein Mieter gesucht – mit der Unterstützung von Erich Honecker. Sein Gesicht prangte auf einem großen Werbeplakat am ehemaligen Rasthaus. „Ohne mich hätte es auch dieses Gebäude nicht gegeben“, ließ der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR den Betrachter per Sprechblase wissen.

Der 1969/70 entstandene halbrunde Bau gilt als wichtiges Architektur-Zeugnis für die politische Situation Westberlins bis zur Wiedervereinigung 1990.