Innerhalb nur weniger Stunden sind am Sonnabend auf Brandenburger Straßen bei vier Unfällen sechs Menschen gestorben.
So konnten weder Gurt noch Airbag am Nachmittag eine 28 Jahre alte Frau und ihre sechsjährige Tochter retten: Beide kamen bei einem Verkehrsunfall im Kreis Oder-Spree ums Leben. Laut Polizei geriet die Frau mit ihrem Wagen aus Wendisch-Rietz kommend in einer Doppelkurve von der Bundesstraße 246 ab und prallte frontal gegen einen Baum. Obwohl die Insassen angeschnallt waren und die Airbags auslösten, kam jede Hilfe zu spät.
Eine 22 Jahre alte Frau ist bei einem Verkehrsunfall im Kreis Oberhavel ums Leben gekommen. Dort verlor laut Polizei ein 19 Jahre alter Autofahrer auf der Landstraße zwischen Zernikow und Großwoltersdorf die Kontrolle über seinen Wagen, geriet von der Fahrbahn und prallte schließlich seitlich gegen einen Baum. Während den Mann ein Rettungshubschrauber in eine Klinik flog, erlag seine Beifahrerin am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Wegen der Unfallaufnahme, Spurensicherung und Bergungsarbeiten war die Straße über Stunden voll gesperrt.
Bereits in der Nacht zu Sonnabend hatte sich auf der Autobahn 13 zwischen Bronkow und Calau (Kreis Oberspreewald-Lausitz) ein schwerer Unfall ereignet. Dabei wurden zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Aus noch unbekannter Ursache hatte sich ein Opel mit vier Insassen auf der Fahrbahn in Richtung Berlin quergestellt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Frankfurt (Oder) sagte.
Ein nachfolgender Lastwagen konnte nicht rechtzeitig bremsen und prallte gegen den Wagen. Dessen 29 Jahre alter Fahrer und eine 19 Jahre alte Beifahrerin wurden durch den Aufprall getötet, die beiden anderen Insassen – zwei Frauen - schwer verletzt. Alle vier stammen aus Berlin. Der Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon.
Nach dem Unfall, der sich gegen 2 Uhr ereignete, war die Autobahn in Richtung Berlin rund sieben Stunden lang voll gesperrt. Die Polizei vermutet, dass das Auto wegen eines vorangegangenen Unfalls quer stand. Näheren Aufschluss erhofft sie sich von der Befragung der Beteiligten.
Erst am Freitag war bei einem schweren Verkehrsunfall in Berlin ein Fußgänger ums Leben gekommen. Ein Motorrad hatte den Mann in Marienfelde erfasst. Der 51 Jahre alte Motorradfahrer wollte gegen 13.15 Uhr auf der Marienfelder Allee links an Fahrzeugen vorbeifahren, die vor der Kreuzung Hanielweg an einer roten Ampel warteten. Nach Angaben der Polizei überquerte ein 48 Jahre alter Fußgänger zwischen den wartenden Autos die Fahrbahn, anstatt den etwa zehn Meter entfernten Fußgängerüberweg zu benutzen. Der Motorradfahrer konnte nicht mehr ausweichen und erfasste den 48-Jährigen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fußgänger bis zur Kreuzung geschleudert. Er starb noch am Unfallort. Der Motorradfahrer rutschte quer über die Straße bis auf den Gehweg und wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhauses gebracht.
Am Sonnabendabend verunglückte auf der Bundesstraße 101 bei Großbeeren (Teltow-Fläming) ein Motorradfahrer tödlich.
Seit Anfang des Jahres sind damit in Brandenburg bereits 26 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.
dpa/BMO



