Nach Bürgerentscheid

Kette will in Lichtenberg kleineren Markt bauen

Ingo Rössling

Der Bürgerentscheid zum Bau eines großen Supermarktes an der Landsberger Allee in Lichtenberg ist gescheitert. Doch die Kette Globus hat weiterhin Interesse. Sie schlug nun vor, einen kleineren Markt zu bauen - und stieß erneut auf Ablehnung beim Bezirksamt.

Um den Bau eines Supermarktes an der Landsberger Allee wird auch nach dem gescheiterten Bürgerentscheid vom vergangenen Sonntag weiter gestritten. Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) bestätigte, dass Globus vergangene Woche noch vor dem Bürgerentscheid unverbindlich angefragt habe, ob das Bezirksamt 5000 Quadratmeter genehmigen würde. Im Vorfeld des Bürgerentscheids war die Ablehnung damit begründet worden, dass der Landesentwicklungsplan neuen großflächigen Einzelhandel außerhalb bestehender Zentren verbiete und bis maximal 5000 Quadratmeter für die Nahversorgung zulässig seien. Außerdem wäre der Bezirk dafür nicht zuständig, hieß es. Für die neuen Pläne gab es dann wieder eine Absage.

Geisel (SPD) sagte: „Auch 5000 Quadratmeter sind an diesem Standort für den Zweck der Nahversorgung überdimensioniert, denn im direkten Umfeld leben nur etwa 600 Menschen.“ Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe dem Bezirks auf Nachfrage bestätigt, dass auch ein Supermarkt von 5000 Quadratmetern nicht genehmigt werden dürfe.

Beim Bürgerentscheid für den Bau des SB-Warenhauses war mit einer Beteiligung von 9,1 Prozent der Wahlberechtigten das Quorum von 15 Prozent nicht erreicht worden.