Nach Zugrauswurf

Wein für 16-Jährige – Kritik von Bahnchef Grube

Vor knapp zwei Wochen hatte eine Schaffnerin ein 16-jähriges Mädchen bei minus 20 Grad am bereits geschlossenen Bahnhof Königs Wusterhausen bei Berlin aus dem Zug geworfen. Der Schülerin aus Brandenburg fehlten zwei Euro für eine gültige Fahrkarte. Nun gab es Rotwein als Entschädigung.

Bahnchef Rüdiger Grube ist nicht damit einverstanden, dass ein 16-jähriges Mädchen nach dem nächtlichen Rauswurf aus einem Zug mit einer Flasche Rotwein entschädigt wurde.

Nach einem Bericht des Magazins „Focus“ rief Grube am Tag nach der Geschenkübergabe bei der Familie in Groß Köris (Dahme-Spreewald) an und versprach, sich „etwas Besseres“ als Präsent zu überlegen. Was er der Schülerin stattdessen schenken will, verriet Grube nicht.

Vor knapp zwei Wochen hatte eine Schaffnerin das Mädchen am bereits geschlossenen Bahnhof Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) aus dem Zug geworfen, weil der Schülerin zwei Euro für eine gültige Fahrkarte fehlten.

Bei fast minus 20 Grad musste die 16-Jährige eine Stunde warten, bis sie abgeholt wurde. Die Schaffnerin, die schriftlich abgemahnt wurde, besuchte gemeinsam mit ihrem Chef wenige Tage später die Familie.

Zur Wiedergutmachung überreichten die Bahnvertreter einen Geschenkkorb, eine Flasche Rotwein, einen Blumenstrauß und ein „Schönes Wochenende“-Ticket für 37 Euro.