Es soll ein ganz besonderer Tag in Berlin werden, ein Tag der Freude. Deshalb haben sich der Berliner Senat und zahlreiche Museen, Vereine und ehrenamtliche Organisationen zusammengeschlossen, um an den legendären Besuch von John F. Kennedy vor 50 Jahren zu erinnern.

„Der Besuch von John F. Kennedy gehört zu den wichtigsten Berliner Ereignissen der Nachkriegszeit“, sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Dessen Botschaft an die Berliner wirke bis heute nach. Er hoffe, so Wowereit, dass die zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen dazu beitragen würden, „den Kennedy-Besuch im Gedächtnis unserer Stadt zu bewahren“.

Und geboten wird einiges – schon seit Wochen können sich die Berliner und Besucher über das damalige Großereignis und die politischen Folgen informieren. Fast 60 Veranstaltungen mit 21 Partnern an 19 Orten in Berlin fanden und finden statt.

Festvortrag in der FU

Zur Erinnerung an den Berlin-Besuch des amerikanischen Präsidenten lädt der Senat am Mittwoch um 12 Uhr zu einem Festakt in das Rathaus Schöneberg ein. Die Gäste werden mit dem Geläut der Freiheitsglocke um Punkt 12 Uhr begrüßt. Bei dem Festakt werden der Regierende Bürgermeister und auch der amerikanische Botschafter Philip D. Murphy reden. Es ist Murphys Abschiedsrede, er wird Berlin nach fast vier Jahren verlassen.

Der Senat will sich aber auch in den USA bedanken. Am heutigen Mittwoch findet ein festlicher Empfang im Newseum Washington statt – mit einer Delegation aus Berlin, angeführt von Innensenator Frank Henkel (CDU). Am Donnerstag wird der Senator einen Kranz am Grab von Kennedy niederlegen und später die Ausstellung „Berlins – made in the USA“ eröffnen.

An der Freien Universität wird heute mit einem Vortrag um 18 Uhr an den US-Präsidenten erinnert. Im Henry-Ford-Bau der Universität will Frederick Kempe, der Geschäftsführer des Atlantic Council, sprechen. Der Titel: „Berlin 1963: John F. Kennedy besucht den gefährlichsten Ort der Welt.“

Das neue, vom ehemaligen US-Botschafter John Kornblum und anderen gegründete „John F. Kennedy Atlantic Forum“ veranstaltet – gemeinsam mit der American Academy – eine Tagung und lädt am Abend zu einem Gala-Dinner ein.

An dem sogenannten „New Frontiers Forum“, das sich mit neuen Grenzen in der Welt beschäftigt und einen Dialog zwischen Politikern und Unternehmern ermöglichen soll, nehmen der scheidende US-Botschafter Philip D. Murphy, Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) und der Präsident von UPS International, James J. Barber, teil. Zum Gala-Dinner wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingeladen, außerdem werden der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Zeitzeugen erwartet.

Sonderführung im Museum

Wer sich über den charismatischen US-Präsidenten und die Familie Kennedy informieren möchte, ist im Museum „The Kennedys“ an der Auguststraße 11-13 in Mitte am richtigen Platz. Dort finden in diesen Tagen und auch am Mittwoch zahlreiche Sonderführungen zu dem Auftritt vor 50 Jahren statt. Im Alliiertenmuseum an der Clayallee 135 in Zehlendorf wird natürlich auch an den für Berlin so wichtigen Tag erinnert.

Ab 10 Uhr – und dann den ganzen Tag über – sollen die Original-Filmaufnahmen des Sender Freies Berlin „Kennedy Revisited“ gezeigt werden. Das Willy-Brandt-Forum Unter den Linden 62-68 in Mitte bietet mehrmals am Tag, so um 11, 15 und 17 Uhr, einen Vortrag zur Beziehung zwischen Willy Brandt, damals Regierender Bürgermeister in Berlin, und John F. Kennedy an.

Am Abend um 18 Uhr können sich interessierte Berliner und Touristen in der Amerika-Gedenkbibliothek (Blücherplatz 1, Kreuzberg) über „Berlin im Oval Office – Die geheimen Aufnahmen aus dem Weißen Haus“ informieren.

Und wer noch mehr erfahren möchte, kann dies auch noch am Donnerstag tun: Dann steht der Zeitzeugen-Bus „Das Gedächtnis der Nation“ vor dem Rathaus Schöneberg – ab 10 Uhr, den ganzen Tag über.

Alle Informationen zum Programm anlässlich des 50. Jahrestags des Kennedy-Besuchs finden Sie auch im Internet unter der Adresse: www.berlin.de/kennedy

>>>Interaktive Analyse der Berlin-Rede von John F. Kennedy<<

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