Die Innen- und Sicherheitsexperten der Abgeordnetenhausfraktionen waren am Abend ebenfalls in Neukölln und Kreuzberg unterwegs, um sich ein Bild von der „Revolutionären 1. Mai Demonstration“, den Ausschreitungen und der Einsatzstrategie der Polizei zu machen. Sie bewerteten die Lage unterschiedlich.
Benedikt Lux, Innenexperte der Grünen-Abgeordneten, sagte, es sei mutig gewesen, die Demonstration durch das Myfest ziehen zu lassen. Dieser Mut sei belohnt worden. Am Ende der Demonstration sei es leider wieder zu den üblichen Ausschreitungen gekommen. „Ich hoffe, dass es weniger Verletzte gab als im vergangenen Jahr, sagte Lux der Berliner Morgenpost.
Die Polizei habe sich weitgehend zurückgehalten, befand Hakan Tas, innenpolitischer Sprecher der Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus. „Das hat dazu beigetragen, dass dieser 1. Mai halbwegs friedlich geblieben ist.“
Die "Revolutionäre 1. Mai"-Demo zieht durch Kreuzberg
CDU-Innenexperte Burkard Dregger war am Abend am Spreewaldplatz in Kreuzberg, dem Endpunkt der Demonstration. Dort habe zwar lange Zeit „Spannung in der Luft“ gelegen und die Stimmung sei aggressiv gewesen, gravierende Zwischenfälle habe er aber nicht beobachtet. „Die Polizei hat die Lage unter Kontrolle und macht einen Riesenjob“, sagte Dregger der Berliner Morgenpost. Vereinzelt hätten Demonstranten Böller und bengalische Feuer geworfen. Der Polizei habe aber immer wieder Freiräume geschaffen und Menschen ermöglicht, den Spreewaldplatz zu verlassen.
Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe äußerte indes Kritik an der Strategie des Innensenators. „Statt konsequent Straftaten zu unterbinden, lässt Innensenator Geisel Straftaten gegen das Versammlungsgesetz gleich hundertfach nicht unterbinden. Und wenn das Gesetz offenbar nicht ernst genommen wird, wird der nächste Verstoß noch leichter: die Angriffe auf Polizisten und Sachbeschädigungen sind die direkte Konsequenz der Inkonsequenz", erklärte Luthe
So schön erlebten die meisten Berliner den 1. Mai
Der AfD-Abgeordnete Karsten Woldeit bezeichnete es als "Offenbarungseid", dass die Teilnehmer der 18-Uhr-Demonstration ohne Anmeldung über das MyFest ziehen durften. "Besonders erschrocken hat mich, dass die Jugendorganisation der Partei ,Die Linke‘ ganz vorne bei der Demo gelaufen ist", sagte Woldeit der Morgenpost.
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, sagte indes, die Einsatztaktik der Polizei sei richtig gewesen. „So lange es verletzte Kolleginnen und Kollegen gibt, können wir aber nicht von einem friedlichen 1. Mai sprechen“, erklärte Jendro
1. Mai in Berlin: Die Taktik der Polizei geht auf

























































