Kreuzberg

Streit um Route für Demo am 1. Mai

Tausende Menschen auf dem Myfest

Tausende Menschen auf dem Myfest

Foto: Getty Images / Getty Images News/Getty Images

Die Polizei will einem Bericht zufolge die Demo-Route nicht genehmigen. Es könnte zu einer Klage kommen.

Die Polizei will in diesem Jahr offenbar verhindern, dass die sogenannte Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration mitten über das Festgelände des Myfestes in Kreuzberg verläuft. Das berichtet die „Berliner Zeitung“. Die von dem Bündnis beantragte Route soll am Oranienplatz beginnen, durch Kreuzberg und Neukölln führen und schließlich am Heinrichplatz enden. Die Versammlungsbehörde hätte das in einem Gespräch am Dienstag jetzt abgelehnt, hieß es weiter. Die Veranstalter argumentieren demnach, die Polizei bevorzuge ein „kommerzielles Fest“ und erwägen, eine Klage vor dem Verwaltungsgericht einzureichen.

Das Bündnis, das die Demo angemeldet hat, argumentiere dem Bericht zufolge damit, dass man die Demo viel eher angemeldet habe als das Myfest. Allerdings, so wird der Sprecher des Bündnisses, Marko Lorenz, zitiert, habe die Polizei deutlich gemacht, dass es kein Erstanmelder-Recht gebe.

Angeblich habe die Polizei eine Alternativ-Route vorgeschlagen, die am Spreewaldplatz oder Kottbusser Damm enden solle. Alles nördlich der Skalitzer Straße solle verboten sein, was man aber nicht akzeptieren werde, so Lorenz, da man dem Halligalli des Myfests handfeste Politik entgegensetze.

( BM )