Wegen zu großer Nähe zu dem Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai in Prenzlauer Berg hat das Berliner Verwaltungsgericht zwei Demonstrationen des linken Bündnisses „1. Mai nazifrei“ verlegt. Das Gericht bestätigte damit am Freitag eine Entscheidung der Berliner Polizei.
„Angesichts der mit hoher Wahrscheinlichkeit drohenden massiven Blockaden und gewalttätigen Angriffe auf den rechtsextremen Aufzug“ sei dies nicht zu beanstanden, teilte das Gericht mit. Es wird nun eine räumliche Trennung zwischen beiden Gruppen diesseits und jenseits des S-Bahnringes an der Prenzlauer Allee und der Greifswalder Straße geben.
Das linke Bündnis hatte eine Versammlung auf der Kreuzung Wisbyer Straße/Ostseestraße/Prenzlauer Allee angemeldet. Jetziger Ort soll auf der Prenzlauer Allee, südlich des S-Bahnrings in Höhe Zeiss- Planetarium, sein. Auch die Kundgebung am S-Bahnhof Greifswalder Straße wurde untersagt. Stattdessen ist die Versammlung auf der Greifswalder Straße südlich des S-Bahnrings in Höhe der Anton- Saefkow-Straße zu gelassen.
Die NPD will nach derzeitiger Planung an diesem Sonnabend vom S- Bahnhof Bornholmer Straße durch Prenzlauer Berg zum S- Bahnhof Landsberger Allee marschieren. Das linke Bündnis will den Naziaufmarsch durch Blockaden verhindern.
Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.
dpa/ap




