Die Lufthansa muss wegen des Streiks der Piloten am Mittwoch 1000 Flüge streichen. Betroffen seien insgesamt 140.000 Passagiere, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat für Mittwoch zum Streik auf Kurz- und Mittelstrecken aus Deutschland heraus aufgerufen. Am Dienstag wurden Langstreckenflüge bestreikt.
Trotz der Arbeitsniederlegung der Piloten werde die Lufthansa mehr als 500 Kurz- und Mittelstreckenflüge anbieten. Flüge von Germanwings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines seien nicht betroffen und operierten planmäßig. Auch auf Langstrecken werde es am Mittwoch noch zu Flugausfällen kommen, räumte die Fluggesellschaft ein. 52 der 176 geplanten Flüge müssten wegen des Streiks annulliert werden.
Lufthansa-Streik trifft Berlin am Mittwoch massiv
Der Pilotenstreik trifft Berliner Passagiere am Mittwoch massiv. „Die meisten Flüge fallen aus“, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte am Dienstag die 13. Streikrunde seit April 2014 eingeläutet. Zunächst blieben Langstreckenflugzeuge am Boden, weshalb Berlin am Dienstag nicht betroffen war. Für Mittwoch stehen auf dem Berliner Flugplan eigentlich 32 Verbindungen mit München und Frankfurt, 28 davon sind gestrichen.
Nicht betroffen sind Flüge der Tochter Germanwings. Deren Maschinen würden nur bestreikt, falls die Lufthansa sie als Ersatz für die eigenen Jets einsetzen sollte, kündigte die Gewerkschaft an. Offizieller Streikgrund bleiben die Übergangsrenten der etwa 5400 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Es geht aber auch um die künftige Unternehmensstrategie mit der geplanten Billigsparte Eurowings. Lufthansa will hier ausschließlich Piloten einsetzen, die deutlich geringere Gehälter erhalten.



